Fahren ist eine Disziplin, in der Fehler beim Anpassen des Geschirrs am schnellsten bestraft werden. Das Geschirr muss nicht nur enormen Belastungen standhalten, sondern vor allem dem Pferd erlauben, frei zu arbeiten, ohne Druck auf Atemwege oder Gelenke. Am Beispiel des professionellen Geschirrs Balotade Morgan erklären wir, worauf beim ersten Anspannen zu achten ist.
1. Das Brustblatt – der Schlüssel zur freien Bewegung
Das ist das wichtigste Element, mit dem das Pferd den Wagen zieht.
- Höhe: Das Brustblatt darf nicht zu tief liegen (es blockiert die Schulterbewegung) und nicht zu hoch (es drückt auf die Luftröhre). Der ideale Platz ist der sogenannte „Schwerpunkt” der Schulter, über dem Schultergelenk.
- Spielraum: Zwischen Brustblatt und Brustkorb des Pferdes sollte eine flache Hand frei hineinpassen.
2. Der Kammdeckel und die Stabilisierung
Der Kammdeckel hält das gesamte Geschirr an Ort und Stelle und überträgt das Gewicht der Scheren. Er sollte hinter dem Widerrist liegen, ohne darauf zu drücken. Beim Modell Morgan ist der Kammdeckel weich gepolstert, was für den Komfort der Wirbelsäule des Pferdes entscheidend ist, besonders auf längeren Strecken.
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3. Der Schweifriemen – Stabilität ohne Druck
Der Schweifriemen verhindert, dass das Geschirr nach vorne rutscht (z. B. bei Bergabfahrten).
- Die Handbreit-Regel: Der Schweifriemen darf nicht straff wie eine Saite gespannt sein. Richtig geschnallt erlaubt er, eine Hand zwischen Schweifmetze und Hinterhand des Pferdes zu schieben. Ein zu enger Schweifriemen führt dazu, dass das Pferd zu buckeln beginnt oder die Vorwärtsbewegung verweigert.
4. Der Umgang – deine „Bremse”
Der Umgang ist für das Bremsen des Wagens verantwortlich und verhindert, dass der Wagen auf das Pferd aufläuft.
- Position: Er sollte etwa 10 cm unterhalb der Sitzbeinhöcker liegen.
- Spielraum: Wenn das Pferd ruhig steht, sollte der Umgang leichten Spielraum haben (etwa eine Handbreit zwischen Riemen und Oberschenkel des Pferdes), um die Bewegung im Trab nicht einzuschränken.
5. Lederqualität und Sicherheit
Beim Fahren gibt es keinen Raum für Kompromisse. Das Modell Morgan ist aus ausgewähltem Rindsleder mit Nylonverstärkungen im Inneren der Zugstränge gefertigt. Warum ist das wichtig? Leder bietet Flexibilität und Komfort, und der Nylonkern garantiert, dass der Strang bei einem plötzlichen Ruck nicht reißt.
Das erste Anspannen. Neues Leder braucht Zeit, um sich am Pferd „zu setzen”. Prüfe nach der ersten Fahrt immer, ob am Körper des Pferdes abgeriebenes Fell oder Rötungen sind – das ist ein Zeichen, dass eine Schnalle gelockert oder um ein Loch versetzt werden muss.
Zusammenfassung
Ein gut angepasstes Geschirr ist eines, das das Pferd gleich nach dem Anfahren vergisst. Indem du in ein Modell der Morgan-Klasse investierst und die obigen Regeln anwendest, gewinnst du die Gewissheit, dass jede Ausfahrt sicher und angenehm für dich und dein Pferd ist.