Im klassischen Reiten scheint die Wahl der Gurtlänge einfach. Im Westernstil ist die Sache etwas komplizierter aufgrund der Sattelkonstruktion und des Latigo-Anzugsystems. Ein zu kurzer Gurt bedeutet nicht nur weniger Sattelstabilität, sondern vor allem schmerzhafte Scheuerstellen an der empfindlichsten Stelle – direkt hinter dem Ellbogen des Pferdes.
Warum ist die Länge wichtig?
Bei einem Westernsattel liegen die Gurtschnallen (Cinch) deutlich höher als bei einem englischen Sattel. Wenn der Gurt zu kurz ist:
- Die Schnallen liegen zu nah an den Ellbogen des Pferdes, was bei jedem Schritt zu Hautquetschungen und Wunden führt.
- Der Latigo-Knoten oder die Schnalle drückt direkt auf die Schultermuskulatur und schränkt die Bewegung des Pferdes ein.
Eine einfache Faustregel zur Anpassung
Ein ideal angepasster Westerngurt sollte etwa 10-15 cm unterhalb der Kante der Schabracke (oder der Sattelblätter) enden.
- Für kleine Pferde und Ponys: In der Regel wählen wir Größen von 24-26 Zoll.
- Für mittelgroße Pferde (z. B. Quarter Horse): Die beliebtesten Größen sind 28-32 Zoll.
- Für große Pferde: Größen von 34-36 Zoll.
Worauf beim Messen achten?
Denke daran, dass Neoprengurte (wie die bei Balotade erhältlichen) leicht elastisch sind. Miss das Pferd von einem Sattelring zum anderen und ziehe etwa 30-40 cm für das Anzugsystem ab. Ein richtig geschnallter Gurt sollte ungefähr auf halber Höhe zwischen Brustbein und Sattelringen liegen.
Komfort liegt im Detail
Wenn dein Pferd eine sehr empfindliche Haut hat, wähle einen Westerngurt mit synthetischem Fell. Er bietet eine zusätzliche Dämpfungsschicht und verhindert das „Wundscheuern” durch Neopren bei langen Ausritten an heißen Tagen.
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